Das Geschäftsmodell & die Ökonomie des Micro-Farming
B2B-Preiskalkulation für Gastronomie und Wiederverkäufer
Verstehen, wie Preise im Geschäft mit Restaurants und Wiederverkäufern entstehen und worauf es dabei ankommt.
Wer Gemüse aus dem Market Garden nicht nur am Marktstand, sondern auch an Restaurants, Hofläden oder Wiederverkäufer verkauft, betritt eine eigene Welt mit eigenen Regeln. Geschäftskunden kaufen nicht aus Sympathie oder Erlebnis, sondern aus betriebswirtschaftlichem Kalkül – und das verändert, wie ein fairer Preis zustande kommt.
Diese Lektion ordnet ein, warum B2B-Preise systematisch unter den Endkundenpreisen liegen und warum das trotzdem ein attraktives Geschäft sein kann. Im Zentrum steht die Abwägung zwischen Menge und Marge: Was gibst du preislich ab, und was bekommst du an Planbarkeit, regelmäßiger Abnahme und geringerem Verkaufsaufwand zurück?
Außerdem geht es um das stärkste Argument im Geschäft mit Profis – Verlässlichkeit. Wer pünktlich und in gleichbleibender Qualität liefert, baut belastbare Beziehungen auf. Die Lektion zeigt, wie B2B und Direktvermarktung sinnvoll zusammenspielen, ohne die eigene Kostendeckung aus dem Blick zu verlieren.
B2B ist eine andere Welt
Der Verkauf an Geschäftskunden (B2B) – an Restaurants, Hofläden anderer oder Wiederverkäufer – folgt anderen Regeln als der Direktverkauf aus Lektion 9. Hier kauft niemand aus Sympathie oder Erlebnis, sondern aus betriebswirtschaftlichem Kalkül. Dein Gegenüber rechnet selbst und braucht eine eigene Marge. Entsprechend liegen B2BPreise unter den Endkundenpreisen. Das ist kein schlechtes Geschäft – es ist ein anderes, mit eigenen Stärken: planbares Volumen, regelmäßige Abnahme und geringerer Verkaufsaufwand pro Kilo.
Diese Lektion hat noch 3 weitere Abschnitte.
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Lektion kostenlos freischaltenDie Kernpunkte
- B2B-Kunden kaufen rechnerisch und brauchen eine eigene Marge.
- B2B-Preise liegen unter B2C, müssen aber Kosten und Gewinn decken.
- Es ist ein Tausch: Marge gegen Volumen und Planbarkeit.
- Verlässlichkeit ist im B2B das wichtigste Verkaufsargument.
Häufige Fragen
- Warum sind B2B-Preise niedriger als Endkundenpreise?
- Geschäftskunden wie Restaurants oder Wiederverkäufer kalkulieren selbst und brauchen eine eigene Marge auf die eingekaufte Ware. Deshalb liegt der B2B-Preis zwischen deiner Kostenuntergrenze und dem, was der Kunde zahlen kann, ohne seine Kalkulation zu sprengen. Das ist kein schlechteres Geschäft, sondern ein anderes mit eigenen Vorteilen.
- Lohnt sich der Verkauf an Restaurants im Market Gardening?
- Er kann sich lohnen, wenn das Volumen deine Fixkosten besser auslastet und deine Arbeitszeit effizienter nutzt als kleinteiliger Direktverkauf. Du gibst Marge ab und erhältst dafür planbare Mengen und regelmäßige Abnahme. Oft ist eine Mischung aus hochpreisiger Direktvermarktung und ausgewählten B2B-Kunden am sinnvollsten.
- Was ist im B2B wichtiger als der Preis?
- Verlässlichkeit. Ein Koch, der sich auf pünktliche Lieferung in gleichbleibender Qualität verlassen kann, zahlt dafür gern einen fairen Preis und bleibt treu. Ein einziger ausgefallener Liefertermin kann dagegen eine ganze Geschäftsbeziehung beenden.
- Muss ein B2B-Preis auch meine Arbeitszeit decken?
- Ja. Auch der B2B-Preis muss deine vollen Kosten inklusive Arbeitszeit decken und einen Gewinn enthalten. Ein Volumengeschäft, das nur die Kosten deckt, ist kein Geschäft, sondern Beschäftigung.
- Wie unterscheidet sich der Verkauf an Wiederverkäufer vom Direktverkauf?
- Im Direktverkauf zählen Erlebnis, Frische und persönlicher Kontakt; im B2B zählt das betriebswirtschaftliche Kalkül des Abnehmers. B2B bietet weniger Verkaufsaufwand pro Kilo und mehr Planbarkeit, dafür eine geringere Marge. Beide Kanäle lassen sich gut kombinieren, um die Produktion zu glätten und abzusichern.
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