Nachtschattengewächse

Auberginen pflanzen & anbauen

Auberginen sind echte Sonnenkinder – noch wärmebedürftiger als Tomaten. Mit früher Anzucht und einem geschützten, warmen Platz belohnen sie dich mit glänzenden Früchten den ganzen Spätsommer über.

Steckbrief: Aubergine

Anbaumethode
Vorkultur & Pflanzung
Reifezeit
ca. 120 Tage
Anzucht
ca. 55 Tage vorziehen
Reihenabstand
60 cm
Abstand in der Reihe
50 cm
Saattiefe
0,5 cm
Keimtemperatur
ab ca. 24 °C
Frosttoleranz
frostempfindlich
Nährstoffbedarf
Starkzehrer
Erntefenster
ca. 60 Tage

Standort: Wärme ist alles

Die Aubergine stammt aus den Tropen und braucht es warm, sonnig und windgeschützt. Im Gewächshaus oder Folientunnel gelingt sie am sichersten; im Freiland nur an einem geschützten, vollsonnigen Platz und in guten Sommern.

Unter etwa 15 °C stellt sie das Wachstum ein. Kälteeinbrüche und Zugluft quittiert sie mit Blütenabwurf – Wärme und ein gleichmäßiges Klima sind der wichtigste Erfolgsfaktor.

Anzucht & Pflanzung

Auberginen werden früh ausgesät, etwa ab Februar/März, weil sie eine lange Vorlaufzeit brauchen. Die Keimung gelingt am besten bei konstant warmen Temperaturen um 22–25 °C.

Ausgepflanzt wird erst nach den Eisheiligen ins warme Beet, Gewächshaus oder den Kübel. Gib den Pflanzen genug Abstand für eine gute Belüftung.

Pflege

Auberginen sind Starkzehrer: regelmäßig düngen und gleichmäßig feucht halten, ohne Staunässe. Höhere Pflanzen brauchen eine Stütze, da die Früchte schwer werden.

In kühleren Lagen hilft es, die Triebzahl zu begrenzen, damit die vorhandenen Früchte ausreifen können. Ein warmes, stabiles Klima fördert den Fruchtansatz.

Ernte

Erntereif sind Auberginen, wenn die Früchte ihre sortentypische Größe erreicht haben, prall und glänzend sind. Lässt der Glanz nach und die Schale wird matt, sind sie überreif und schmecken bitter.

Schneide die Früchte mit einem Stück Stiel ab – das schont die Pflanze. Regelmäßiges Ernten fördert den weiteren Fruchtansatz.

Anbau – Schritt für Schritt

  1. 1

    Vorziehen

    Aubergine etwa 55 Tage im Anzuchtgefäß vorziehen, 0,5 cm tief säen. Keimung ab rund 24 °C Bodentemperatur.

  2. 2

    Pflanzen

    Die Jungpflanzen mit 50 cm Abstand in der Reihe und 60 cm Reihenabstand ins vorbereitete Beet setzen.

  3. 3

    Pflegen

    Aubergine ist Starkzehrer und frostempfindlich. Wasser und Nährstoffe entsprechend dosieren; erst nach den Eisheiligen ins Freie.

  4. 4

    Ernten

    Nach etwa 120 Tagen erntereif; das Erntefenster liegt bei rund 60 Tagen.

Profi-Tipps

  • Möglichst im Gewächshaus oder Folientunnel anbauen – dort ist der Erfolg am sichersten.
  • Früh aussäen (Februar/März) und konstant warm halten.
  • Regelmäßig düngen und die Pflanzen stützen.
  • Glänzende Früchte ernten – matte sind überreif und bitter.

Häufige Fehler

  • Zu kühler Standort oder Zugluft → Blütenabwurf und kein Fruchtansatz.
  • Zu früh ins Freiland setzen, vor stabil warmen Temperaturen.
  • Unregelmäßiges Gießen und Nährstoffmangel.
  • Früchte zu spät ernten – sie werden matt und bitter.

Häufige Fragen

Kann man Auberginen im Freiland anbauen?
Im Freiland gelingt die Aubergine nur an einem sehr warmen, geschützten, vollsonnigen Platz und in guten Sommern. Deutlich sicherer ist der Anbau im Gewächshaus, Folientunnel oder im Kübel an einer warmen Hauswand.
Wann sät man Auberginen aus?
Früh, etwa ab Februar/März, da Auberginen eine lange Entwicklungszeit haben. Die Keimung braucht konstante Wärme um 22–25 °C. Ausgepflanzt wird erst nach den Eisheiligen.
Warum bildet meine Aubergine keine Früchte?
Meist liegt es an zu niedrigen Temperaturen oder Temperaturschwankungen: Unter etwa 15 °C und bei Zugluft wirft die Aubergine ihre Blüten ab. Ein warmes, geschütztes und gleichmäßiges Klima fördert den Fruchtansatz.
Wann ist eine Aubergine reif?
Wenn die Frucht ihre sortentypische Größe erreicht hat und prall glänzt. Wird die Schale matt, ist die Aubergine überreif und schmeckt bitter.

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