Jungpflanzenanzucht & Gewächshausmanagement

Das „Verweichlichen" verhindern – Abhärten (Hardening Off)

Jungpflanzen schrittweise an die Außenbedingungen gewöhnen, bevor sie aufs Feld kommen.

Der Schock des Auspflanzens

Du hast wochenlang perfekte Jungpflanzen gezogen – kräftig, grün, gesund. Du pflanzt sie aus, und am nächsten Tag hängen sie schlapp und verbrannt im Beet. Was ist passiert? Du hast das Abhärten übersprungen. Stell dir das Anzuchthaus vor: stabile Wärme, sanftes gedämpftes Licht, kein Wind, gleichmäßige Feuchte. Und jetzt das Feld: pralle Sonne, kühler Wind, schwankende Temperaturen, trockene Luft. Für eine Pflanze, die nur die geschützte Welt kennt, ist dieser Wechsel ein brutaler Schock – sie verbrennt, vertrocknet oder friert, oft so stark, dass sie wochenlang stockt oder eingeht.

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Die Kernpunkte

  • Im Haus gezogene Pflanzen sind „weich" und erleiden draußen einen Schock.
  • Abhärten baut über mehrere Tage Stresstoleranz auf.
  • Schrittweise mehr Sonne und Wind, ggf. leicht reduziertes Gießen.
  • Fest vor dem Pflanztermin einplanen – Überspringen kostet oft die Pflanze.

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